In der letzten Schulwoche war ich drei Tage auf der Comburg bei Schwäbisch Hall. Dort fand endlich meine verpflichtende Einführungsfortbildung als „neu bestellte“ Konrektorin statt – wohlgemerkt: ich habe das zweite Jahr in dieser Funktion gerade abgeschlossen.
Trotz allem: Ich habe die Fortbildung als sehr gewinnbringend empfunden. Wir waren 15 Konrektorinnen und Konrektoren, die meisten noch recht frisch im Amt, alle aus größeren Schulen der Sekundarstufe, manche mit Primarstufe, manche ohne.
Es ging viel um unser Rollenverständnis, um Führung, aber auch um Kommunikation und den eigenen Gesundheitsschutz. In Baden-Württemberg ist es so, dass es keine verpflichtenden Vorqualifikationen für diese Funktionsstellen gibt. Die wenigsten haben, wie etwa ich, noch einen zusätzlichen Master. Das führt dazu, dass das Vorwissen der neuen Funktionsstelleninhaber*innen üblicherweise sehr heterogen ist. Im Gegensatz zur Schulleitungstätigkeit ist die Tätigkeit, die in der Funktion des Konrektorats ausgeübt wird, nicht definiert und daher sehr unterschiedlich ausgestaltet. Spannend fand ich unsere Überlegungen zur Ausgestaltung der Funktion zwischen formaler Macht und der ungeregelten, eher intuitiven Gestaltung von Beziehung.