Bildungsweise

Susanne Posselt

Blogparade #1: Mein (schulisches) Motto für 2024

Vorbemerkung: Jan-Martin Klinge hat auf seinem Blog halbtagsblog die Zersplitterung sozialer Netzwerke zum Anlass genommen, eine Blogparade auszurufen. Herr Mess hat freundlicherweise die Organisation übernommen und weil er alle Blogbeiträge sammelt, verlinke ich ihn hier. Ich nehme an dieser EduBlogparade teil, weil ich es wichtig finde, das wir aus der schulischen Praxis heraus unsere Stimme erheben und Anlässe zum Nachdenken, vielleicht auch für Veränderung schaffen.

Mein (schulisches) Motto für das Jahr 2024 ist mir eher zufällig begegnet:

Probleme sind verkleidete Möglichkeiten

Henry Ford

Seit dem Schuljahr 2023/24 bin ich Mitglied im Landesteam Pädagogik des ZSL Baden-Württemberg. Unser Auftrag ist es, dem Themenbereich Pädagogik in der Lehrkräfteaus- und Fortbildung ein größeres Gewicht zu verleihen und wissenschaftliche Erkenntnisse hierzu in Fortbildungskonzepte zu integrieren. Unser Team setzt sich aus sehr interessanten Menschen aus allen Regionalstellen des Landes zusammen. Wir hatten uns zu Beginn unserer Zusammenarbeit spontan Zitate aus einer riesigen Sammlung ausgesucht, die für unseren zukünftigen Arbeitsprozess stehen und ausdrücken sollen, wie es uns mit dem gemeinsamen Auftrag geht.

Dieses Zitat war nicht das, was ich ausgesucht hatte, sondern das einer Kollegin. Je häufiger ich in den letzten Wochen über diese Worte nachgedacht habe, umso mehr bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass es mein Zitat für 2024 sein wird.

Ich habe 2023 einige Entscheidungen getroffen, die 2024 für größere Veränderungen sorgen werden.

Ich habe mich dafür entschieden, Schule aus einer neuen Perspektive zu gestalten und mich um eine Funktionsstelle beworben, die ich seit 1. Dezember bekleide, bis Ende Januar noch mit 10 Stunden an meiner bisherigen Schule. Damit verbunden war das Ausscheiden aus dem örtlichen Personalrat und der Wechsel des Schulamtes. Seit 1. Dezember orientiere ich mich nun also an einer neuen (großen) Schule, in einer neuen Rolle, mit neuen Kolleg:innen, an einem neuen Ort mit einem neuen Schulweg.

Manche dieser Veränderungen sind also bereits eingetreten und haben mich auch schon vor interessante Herausforderungen gestellt – man könnte hier auch von Problemen sprechen. Ich hätte diese Probleme vielleicht auch vermeiden können, indem ich einfach an Ort und Stelle geblieben wäre:

An einer sehr gut aufgestellten Schule

  • mit engagiertem und wertschätzenden Kollegium,
  • in einem wunderbaren Team.
  • In meiner Rolle als Personalrätin mit vielen interessanten Begegnungen und Gestaltungsmöglichkeiten.

Ich wollte mich aber den Problemen stellen und nenne sie im Folgenden einfach Möglichkeiten.

Ich freue mich auf

  • Die Möglichkeiten der Schulart Gemeinschaftsschule, für die – wenn auch oft angezweifelt und mit vielerlei Herausforderungen – mein Herz schlägt.
  • Die Möglichkeiten einer neuen Rolle mit einer neuen Perspektive:
  • Die Möglichkeiten einer gestaltenden Funktion im Schulleitungsteam.
  • Den Möglichkeiten weiterhin mit den Kindern und Jugendlichen vor Ort arbeiten zu dürfen – in all ihrer Vielfalt an einer großen Schule von 1 bis 10.
  • Den Möglichkeiten aus dieser Praxis heraus weiterhin mit der Schulpolitik in der Diskussion zu bleiben.

Ich freue mich auf dieses 2024:

Auf ein neues Jahr mit vielen spannenden neuen Möglichkeiten, Menschen, Begegnungen, Erfahrungeni und Herausforderungen.

Und ich freue mich nach zwei Jahren auf die Wiederholung unseres Lehrer:innenvernetzungstreffens in Kassel im Mai 2024.

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2 Kommentare

  1. Erik Grundmann Montag, 8. Januar 2024

    Schön, dass Du dabei bist!
    Ich wünsche viel Erfolg in und viel Freude an der neuen Position! Ebenso freue ich mich auf das Treffen in Kassel!

  2. Kristina Montag, 8. Januar 2024

    Liebe Susanne,

    Das klingt nach spannenden neuen Perspektiven!
    Ich wünsche dir dafür alles Gute und vor allem, dass das Motto für dieses Jahr auf alle kommenden Herausforderungen zutreffen möge! 😉

    Kristina

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